Die zweite Auflage des EUREGIO-Jugendturniers des TV Sparta 87 Nordhorn brachte vor allem eine Überraschung:  die 10jährige Luisa Meyer auf der Heide vom TC Blau Weiss Halle e.V.. Mit Titeln bei den westfälischen Landesmeisterschaften und beim Nationalen Deutschen Jüngsten-Turnier im lippischen Detmold, der als Deutsche Meisterschaft der Altersklassen U 9 bis U 12 gilt, hat sie bereit s eine beeindruckende Vita vorzuweisen. Und auch in Nordhorn beeindruckte sie im Teilnehmerfeld der U12. Als ungesetzte Spielerin mußte sie erstmals im Halbfinale gegen Topfavoritin Henrieke Breer (SV Esterwegen) ihr ganzes Repertoire aufbieten und das mit Erfolg: mit 4:6, 7:5 und 10:4 zog Luisa Meyer auf der Heide ins Finale ein. Nicht nur die Zuschauer waren sich sicher, dass „wir das Mädchen noch später im Fernsehen zu sehen bekommen, das war schon beeindruckend, was sie hier gezeigt hat“. Für den ehemaligen deutschen Tennisprofi Christopher Koderisch, der seit drei  Jahren fast täglich im Haller Breakpointteam mit Luisa trainiert und sich nicht erinnern kann, „dass sie in dieser Zeit gegen eine Jüngere verloren hat”, komem ihre Erfolge derweil nicht wirklich überraschend. „Luisa ist immer super motiviert, beherrscht alle Schläge und ist viel schneller und fitter als alle anderen Spielerinnen in ihrem Alter”, lobt er. Gleichzeitig prophezeit Koderisch der jungen Steinhagenerin, „dass sie das deutsche Tennis in ihrer Altersklasse in den nächsten Jahren dominieren wird”.

 Im Finale bot Meyer van der Heide dann der Lokalmatadorin Lina Zuchel erfolgreich Paroli: mit 6:4 sicherte sie sich den ersten Durchgang, bevor Zuchel verletzungsbedingt die Segel strich. „Für uns auf jeden Fall auch schön, so einen Namen auf dem Wanderpokal eingravieren zu dürfen“, freut sich Spartas Sportwart Rolf Coordes über die erfolgreiche Teilnahme der 10jährigen. Und für die ist ihr weiterer Weg klar: „Ich will Tennisprofi werden”, sagt sie ohne zu zögern. Ihre Eltern unterstützen sie bei diesem ehrgeizigen Vorhaben, wo immer sie können. „Aber wenn sie morgen sagen würde, dass sie keine Lust mehr hat, dann wäre das für uns völlig in Ordnung”, betont Ute Meyer auf der Heide.  Bei den Juniorinnen U12 ging der dritte Platz an Franziska Vennekate vom TC RG Bad Bentheim.

 Einziger Grafschafter Sieger war bei den Juniorinnen U16 auf heimischer Anlage Samir Sahab, der sich im Finale knapp gegen die Nummer drei der Setzliste Christian Tenbensel (Bochholter TC BW) mit 6:4, 2:6 und 11:9 behaupten konnte. Sein Vereinskollege Killian Bongartz sicherte sich den Titel der Nebenrunde der Junioren U12, während Rene Wesseling und William Kuprecht (alle TV Sparta 87 Nordhorn) sich bis ins Viertelfinale des Hauptfeldes vorspielten. Den Sieg in der Nebenrunde der U16 ging ins emsländische Lingen: Tobias Teich (TC BW Lingen) setzte sich hier durch, nachdem er knapp den Einzug ins Halbfinale der Hauptrunde verpaßte.

 Bei den Juniorinnen U12 blieb der Sieg in der Nebenrunde ebenfalls auf der gut besuchten Sparta-Anlage: Marie Schneider nutze ihren Heimvorteil und setzte sich gegen Celine Siebe vom Osnabrücker THC durch. Im Hauptfeld der Juniorinnen U12 trumpfte Isabelle Niehoff (TC RG Bad Bentheim/Gildehaus) gegen Leandra Schoemaker (TC BW Emlichheim) auf: Niehoff besiegte die vor ihr gesetzte Emlichheimerin im Matchtiebreak mit 10:5. Im Finale allerdings hatte sie gegen Topfavoritin Antonia Niesing das Nachsehen. Bei den Junioren U14 gelang es Marcel Teich vom TC Lingen BW seinen Vorjahrestitel zu verteidigen. Ohne Satzverlust trug sich der 13jährige zum zweiten Mal auf dem Wanderpokal ein.

 Insgesamt zeigten sich die Veranstalter mit dem Turnierverlauf zufrieden: „Wir haben hochklassiges Tennis bei bestem Wetter gesehen“, resümierte Spartas Jugendwartin Petra Rötterink.